Beleuchtung & UV


Bei der Steuerung der Beleuchtung reichen prinzipiell simple Zeitschaltuhren, um ca. 12 Stunden Licht zu schaffen. Man kann diese natürlich auch über Thermo-Control oder Aquarien-/Terrariencomputer - wie die von GHL - laufen lassen.

Ich verwende aktuell COB (Chip-On-Board) -LED-Module mit je 11W und einer Lichtfarbe von ca. 6000 K, was Tageslicht recht nahe kommt. 

Erhältlich sind diese LEDs (plus Zubehör) bei www.pollin.de.

 

 

 

 

  

  • Spannung 33...36 V-
  • Strom 300 mA
  • Leistung 11 W
  • Farbtemperatur 6000 K
  • Lichtstrom 800 lm
  • Abstrahlwinkel 120 °
  • EEK A+
  • Betriebstemperatur -30...+60 °C
  • Befestigungslochabstand 47 mm
  • Maße (dxH) 49 x 2,4 mm

Die Module müssen mit Wärmeleitkleber an Kühlkörper geklebt werden.

ACHTUNG:

Hierbei sollte man weder am Material sparen, noch halbherzig arbeiten, da die Module anderenfalls eine recht hohe Temperatur entwickeln können.

 

 

  • Material Aluminium
  • Maße 70 x 15 mm

 

 

 

 

Wärmeleitkleber:

Leider nicht gerade günstig, aber sehr hochwertig.

Passende LED-Schaltnetzteil:

 

 

  • Eingang 90...305 V AC  / 127...431 V DC
  • Ausgang 36V DC, 1,67 A
  • Leistung 60 W
  • PFC aktiv
  • Betriebstemperatur -40...+70 °C
  • Schutz gegen Kurzschluss, Überlast, Überspannung, Übertemperatur
  • Anschlusslitzenlänge 300 mm
  • Maße (LxBxH) 162,5 x 43 x 32 mm

 

Anschliessend noch die 2 Pole angelötet und etwas Draht (1,5 qmm) als Beinchen um die Kühlkörper gebogen, damit man die Neigung der LEDs einstellen kann und diese auch einen gewissen Abstand zum Glas haben.

 

Man sollte jedoch die Spannung an den LEDs und die Auslastung der Netzteile (Menge der angeschlossenen LEDs) im Auge behalten, da sich diese Werte sehr auf die Wärmeentwicklung der LEDs auswirken können. Alleine schon aus diesem Grund ist auf eine ausreichende Dimensionierung des Kühlkörpers zu achten.

Wer sich beim Löten, der Leistungsberechnung, etc. nicht ganz sicher ist, sollte einen befreundeten Elektriker mit ins Boot nehmen.

 

 

Den Pflanzen scheint es sehr gut zu tun, wenn man sich beleuchtungstechnisch an der Lichtfarbe des Tageslichtes (ca. 5500-6500K) orientiert. Es bildeten sich innerhalb weniger Tage neue Triebe und Blüten.

 

 

 

UV-Licht


Über Dauer und Intensität von UV-Beleuchtung wird seit Ewigkeiten unter Dendrobatisti kontrovers diskutiert. Einerseits unentbehrlich für die Knochenstärkende Vitamin-D3-Bildung (was grade für Quappen und Jungfrösche sehr wichtig ist), andererseits am Boden des Regenwaldes aufgrund des Blätterdaches und der dichten Baumkronen kaum vorhanden (um nur 2 Gegensätze anzusprechen).

Man kann wahrscheinlich einiges durch abwechslungsreiche Ernährung und gewissenhafte Supplementierung abfangen, aber UV-Licht komplett ersetzen? Vermutlich kaum!

Wenn man, wie ich und viele andere Halter auch, von den Leuchtstoffröhren (T8/T5) komplett auf LED umstellt, sollte man sich also auch Gedanken zum fehlenden UV-Anteil machen, der in den Röhren ja zumindest noch zu einem gewissen Prozentsatz vorhanden war.

 

 

Ich verwende für meine UV-Beleuchtung - ebenso wie Kollege Froschmichl - die Osram Ultravitalux mit 300W. Installiert ist diese an einem mit E27-Fassung versehenen, höhenverstellbaren Stativ (0,5-2m). Somit sind Becken in allen Höhenlagen zu erreichen.  

Um die wöchentliche Beleuchtung von 20-30 Minuten keinesfalls zu überschreiten, habe ich weder Kosten noch Mühen gescheut und mir dieses High-Tech-Gerät für 1,49€ vom Grabbeltisch geleistet.

Den von Michl empfohlenen Abstand von ca. 80 cm habe ich ebenfalls übernommen und für gut befunden.

Da UV-Licht bekanntermaßen kein Glas durchdringen kann, müssen die Frontscheiben entfernt werden. Nun kann man (zumindest teilweise und je nach Art/Scheue) regelrechte Sonnenanbeter betrachten. Allerdings müssen manche Exemplare - bei mir z.B. die Azureus - von der Kante fern gehalten oder aber wenigstens im Auge behalten werden.

Tipp: Ein kleines Stück Banane unweit des Randes positioniert lockt die Frösche nach vorne, hält sie jedoch gleichzeitig vom Rand fern.